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Frank Potthoff:

D E R  F I T M A C H E R

Frank Potthoff überragt nicht nur mit seiner 1,93 Meter Körpergröße so manchen Senioren-Spieler auf der Tour, auch seine Tennis-Bilanz aus den letzten 20 Jahren ist überragend: Titelgewinne auf allen Ebenen – von den Kreismeisterschaften bis hin zu den Weltmeisterschaften. 2006 holte er sich bei den Weltmeisterschaften in Australien, direkt bei seiner ersten Teilnahme, Gold im Doppel der Herren 35, gemeinsam mit Doppelpartner Matthias Hunnig. „Mein größter persönlicher Tenniserfolg“, schwärmt Frank Potthoff. Auf nationaler Ebene, z. B. bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Bad Neuenahr holte er sich 15 x den Meistertitel. Der letzte Titelgewinn war in 2015. Dieses Jahr reichte es in den Einzelwettbewerben „nur“für jeweils einen 2. Platz – sowohl im Winter als auch im Sommer. Um so mehr freut sich Frank über das erfolgreiche Abschneiden seiner Mannschaft, den Herren 40 vom Sportclub Rot-Weiß Remscheid: Sie holten sich dieses Jahr den Mannschaftsmeistertitel.

Gabriele Lucke

Alte Leidenschaft, neu entdeckt

Hajo Plötz.jpgStellen Sie sich vor, Sie (männlich) lassen sich von einer Sport-Heilpraktikerin in Hamburg behandeln, Sie kommen auf Tennis zu sprechen und sie sagt ja, ja, das habe sie auch einmal gespielt. „Früher, als die Wirbelsäule noch mitmachte“. „Nun denn,“ sagen Sie, und weil Sie die Therapeutin sehr sympathisch finden, auch noch diesen verhängnisvollen Satz: „Wollen Sie es nicht einmal wieder versuchen? Wir könnten ja mal gemeinsam an den Ball hauen“. Und dann stehen Sie tatsächlich mit Gabriele Lucke auf dem Platz, vielleicht hat sie Ihnen auch schon das Du angeboten und heißt nun Gabi, und der Platz ist nicht irgendwo, sondern auch noch zufällig bei TSV Duwo 08 – wo es viele fachkundige Vereinsmitglieder gibt, die das auf Anhieb sehen: a) dass Sie nicht die Spur einer Chance haben, gegen die Dame mitzuhalten, und b) dass diese Powerfrau mit dem unglaublich schnellen Schlag dem Tennissport nicht verloren gehen darf.

Susanne Veismann

Mit Köpfchen und mit guten Kopfnoten

Susanne VeismannIm Tennis gibt es keine Kopfnoten, da zählt nur das nackte Ergebnis. Das Arbeits- und Sozialverhalten auf und neben dem Platz wird nicht bewertet, zumindest nicht im Endergebnis oder in der Rangliste. Wenn man der engagierten Grundschullehrerin und aktuellen Nr. 1 der deutschen Damen 45 aber ein Zeugnis ausstellen dürfte, dann käme man an dieser Formulierung nicht vorbei: „verdient besondere Anerkennung“. Das ist nämlich das Optimum in Niedersachsen, wo Susanne Veismann lehrt, in einem sozialen Brennpunkt ihrer Osnabrücker Heimatstadt genauer. Dort hat sie es mit einem multikulturellen Nachwuchs zu tun, den sie an möglichst viel Bildung heranführen und ihm den Spaß am Lernen vermitteln möchte.

Hajo Plötz

Meister aller Klassen

Hajo Plötz.jpg„Unschlagbar gut: Hajo Plötz“ empfängt mich die Telefonwarteschleife seines Berliner Sportgeschäftes. Damit ist sicherlich nicht nur der Service des auf Tennis- und Golfausrüstung spezialisierten Fachgeschäftes gemeint, sondern auch der sportliche Erfolg seines prominenten Senior-Chefs. Denn Hans-Joachim Hajo Plötz hat im Tennis einen Rekord erzielt, den auf lange Sicht niemand so bald einstellen wird: Er ist der einzige Spieler, der bisher in allen Altersklassen ab 14 bis 65 Jahre Deutscher Meister wurde!

Was er 1958 als Deutscher Einzelmeister der Bambinos in Köln begann, vollendete er im Jahre 2010 in Bad Neuenahr mit einem 7:5, 6:2 gegen Karl-Heinz Schäfer vom TC Seelbach. Zwischen diesen beiden Erfolgen liegt eine erfolgreiche Tenniskarriere, die über deutsche Jugend-Meisterschaften Anfang der Sechziger Jahre und Doppel-/Mixed- und Einzelmeisterschaften bei den Herren in eine Profikarriere bis 1976 mündete.

Michael Kocher

Saisonarbeiter auf roter Asche

Michael KocherAus Filderstadt kommt der neue Herren-40-Europameister, einem Ort im Schwäbischen also, der bei TennisInfizierten automatisch die Assoziationskette schnelle Autos, Hallentennis und Steffi Graf in Gang setzt. Ob Michael Kocher mit einem teuren Schlitten unterwegs ist, wissen wir nicht – seine schwäbische Erdung spräche aber eher dagegen.

Dass Hallentennis nicht so sein Ding ist, steht fest: Sein Lieblingsbelag ist der langsamere rote Sand. Und von Mitte Oktober bis Mitte März gönnt sich der Werbefachmann eh eine längere Pause vom Tennis: Als Mitinhaber einer elterlichen Werbeagentur hat er sich jetzt verstärkt um seine wichtigsten Kunden zu kümmern, an deren Geschäftsberichten und Katalogen zu dieser Jahreszeit mit Hochdruck gearbeitet wird. WMTeilnahmen in Mexiko oder Neuseeland im Winter würden schon allein daran scheitern, zumal es auch keine finanzielle Unterstützung vom DTB gibt.

Alfred Böckl

„Phantom“ mit Präzision

Alfred BöcklBeim 1. FC Nürnberg, dem nächstgelegenen FußballBundesligisten des Oberpfälzers, gibt es einen Spieler, den sie vor noch nicht allzu langer Zeit das Phantom nannten: Im ganzen Spiel hatte man kaum etwas von ihm gesehen, und doch schlug er mit schöner Regelmäßigkeit zu, um sich an die Spitze der Torjäger zu schießen. So ein bisschen erinnert auch Alfred Böckl an dieses Phantom: Kommt nur alle paar Monate mal zu einem hochkarätigen Turnier, gewinnt, und verschwindet zunächst wieder in der Versenkung seiner Weidener Heimat. Wobei es für beides gute Gründe gibt: für die Erfolge, wenn er auftaucht, und für die Pausen, wenn er abtaucht.

Franz Stauder

Großes Tennis auch in der kleinen Stadt

Franz StauderKann man sich in Ostwestfalen heimisch fühlen, wenn man schon mal in Paris, London, Melbourne und New York seiner Arbeit nachgegangen ist? Und wenn man dazu noch in Worms aufgewachsen ist, wo die Weinreben ja bekanntlich nicht nur die Landschaft prägen, sondern auch die Mentalität der Menschen, die so ganz anders sind als die Westfalen? Man kann! „Sehr gut sogar,“ sagt Franz Stauder, „Espelkamp ist mir nach inzwischen sechs Jahren eine Herzensangelegenheit geworden. Ich habe hier einen guten Job, eine schöne Wohnung und viele gute Freunde.“

Zum Job, das muss man wissen, gehört Tennis, Tennis und noch mal Tennis. Als Trainer im TV Espelkamp-Mittwald, der dem Engagement seines Hauptsponsors Paul Gauselmann viel zu verdanken hat, hat der 33-Jährige viele Spieler und Mannschaften, von den Senioren bis zu den Kindern, unter seinen Fittichen. Von montags bis freitags steht er oft bis in den Abend hinein auf dem Platz bzw. in der Halle. Mit einer großen Ruhe und Geduld – vielleicht ist das die westfälischeSeite des Mannes aus Rheinland-Pfalz.

Horst-Dieter van de Loo

Vom Balljungen zum Titelsammler

Horst-Dieter-van-de-LooDie 25 Pfennige, die der achtjährige H.D. für seinen ersten Einsatz auf dem Tennisplatz in die kleine Hand gedrückt bekam, die hat er bis heute nicht vergessen: „zwei Groschen, zwei Zweier und ein Einpfennigstück“ waren der Lohn für eine Stunde Bällesammeln. Das war am Niederrhein, in einem der schönsten Clubs dort, dem Landtennisklub Grün-Weiß Moyland, in dem Horst-Dieter van de Loo 15 Jahre sein Zuhause hatte. Sein Vater war Platzwart der Anlage, die in den Park des altehrwürdigen Schlosses Moyland eingebettet ist, und seine Mutter führte die Clubgastronomie.

Natascha Harina-Beckmann

Erste Klasse auch in der zweiten Heimat

Natascha-Harina-BeckmannWie intensiv die Gefühle an die erste Heimat auch nach vielen Jahren bleiben, wird sich niemand vorstellen können, der es nicht selbst erlebt hat. Natalia – wie sie auch in ihrem offiziellen deutschen Pass heißt, oder Natascha, wie alle Natalias in ihrer weißrussichen Heimat gerufen werden – Natascha also erlebt auch heute noch immer Momente voller Sehnsucht und Sentimentalität, die ihren schönen dunklen Augen einen ganz verklärten Blick geben.

Sepp Baumgartner

Einfach Mensch sein!

Sepp-BaumgartnerDer Sepp hats einfach gut getroffen im Leben: Er wohnt da, wo andere Leute Urlaub machen, er hat seine Lieblingsbeschäftigung zum Beruf gemacht. Er hat eine phantastische Familie um sich herum, und um die Nachfolge scheint er sich auch nicht sorgen zu müssen. Und dann kann er auch noch das, was so viele andere gerne könnten: Tennis spielen und Skifahren wie ein Weltmeister.

Was ihm dann auch logischerweise reichlich Titel eingebracht hat: 6 x Weltmeister der Ski-Tennis-Kombination, 4 x Deutscher Meister der Tennislehrer, Internationaler Deutscher Meister, 2008 den Hallen-EM-Titel der Herren 55 in Seefeld und 2009 die Bronzemedaille bei der Mannschafts-WM der Herren 55 auf Mallorca zusammen mit Emmrich, Röpcke und Petrov. Doch geschenkt wird einem auch in diesem beschaulichen Waging nichts, in dieser hügeligen Chiemgau- Landschaft mit den grünen Wiesen und den vielen kleinen Kapellen, mit dem wärmsten Badesee Bayerns und dem Alpenpanorama im Hintergrund.

Sabine Schmitz

Bringt jede Menge Farbe ins Spiel

Sabine-SchmitzColor up your life schreien uns die Mode-Beilagen der Zeitungen zu – 2012 sollen wir es wieder knallbunt treiben. Sabine Schmitz, obwohl bekennendes Fashion Victim, muss sich diesem Modediktat nicht extra unterwerfen: Ihren Style demonstriert sie schon immer perfekt in pink-, orange-, rosé- oder (am liebsten!) türkisfarbenen Looks. Da die Frau auch außerhalb der Courts viel Stil beweist, ist man besonders stolz auf sie im Tennisverband Niederrhein.

Adi Hussmüller

Gröbenzeller Urgestein mit Charakter

Adi-HussmuellerEinen Mann, der älter ist als die Gemeinde, in der er lebt, und der dennoch wie ein Jungspund die rote Asche, die gelben Filzkugeln und die meist jüngeren Gegner bearbeitet – den muss man erstmal finden in unserer Lieblingssportart. Uns ist es gelungen, und wir mussten nicht einmal ins Oberbayerische Gröbenzell fahren, um ihn zu treffen: In Bad Neuenahr gibt er Jahr für Jahr sein Stelldichein. Für seine 39. Teilnahme wurde er jüngst geehrt, der einzige Spieler, der in allen Altersklassen von 45 bis 80 die DM gewonnen hat. 35 Titel sind es inzwischen geworden, dazu je zwei EM und WM-Titel im Doppel an der Seite von Lacy Legenstein.